Porträts

 

In einem gelungenen Porträt zeigen Fotografen nicht nur das «Sichtbare»
eines Menschen, sondern darüber hinaus machen sie etwas sichtbar, was
über eine Bildidee verkörpert wird.


Das kann mit oder ohne persönliche Nähe zum Abgebildeten geschehen, weil

zur visuellen Umsetzung einer Idee Sorgfalt und Aufmerksamkeit für
die Situation und Einfühlungsvermögen in die Person erforderlich sind.

 

Sind in dieser Situation die Grenzen abgeklärt, kann sich die gegenseitig
notwendige Beeinflussung nicht in Manipulationen umkehren.
Der Grat zwischen Beeinflussung und Manipulation ist sehr schmal, weil eine

Art «Komplizenschaft» der Protagonisten die für ein Porträt notwendige

Distanz verringert.

 

Diese Haltung zwischen Nähe und Distanz manifestiert sich so:
«Jedes Porträt ist das Dokument einer Begegnung. Auch wenn der Fotograf normalerweise nicht im Bild zu sehen ist, spüren wir, dass er dabei war…
Auf dem Gesicht des Dargestellten liegt der Abglanz eines anderen Menschen.»

(Wilfried Wiegand)

 

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